Nachbarn in Europa e.V.
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Partnerschaftsverein - Förderverein Nachbarn in Europa e.V.

Informations-Brief an alle Mitglieder 6. Dezember 2020

Sehr geehrte, liebe Mitglieder und Europa-Freunde!


Wir alle haben für eine weiterhin gesunde Zukunft im zurückliegenden Jahr manche Einschränkungen erlebt. So fällt der Jahresrückblick vergleichsweise "schmal" aus.

Positiv ist derzeit, wenn man bestätigt bekommt, dass man "negativ ist", wirklich POSITIVwaren für uns die Beschlüsse in unserer Mitgliederversammlung am 24. August.
Die Kassenverwaltung wurde neu und sicher geregelt.

Mit Herrn Detlef Sprindt, Abteilungsleiter der Sparkasse Langenfeld und Frau Erika Richter
als neue Schriftführerin ist der Vorstand wieder komplett aufgestellt.

Auch im "eingeschränkten Jahr 2020" haben wir viel Zustimmung und treue
Unterstützung erfahren dürfen und hoffen auf neue Aktivitäten für und in unserem "großen Heimatkontinent" Europa.

Der
Jahresrückblick 2020 fällt etwas schmaler aus:

Zum Neujahrsempfang am 10. Januar war Gábor Vas, der neue Bürgermeister von Pannonhalma nach Engen eingeladen. Zusammen mit seinem Vorgänger Ferenc Bagó und der Partnerschaftsbeauftragten Elisabeth Szanati kam er nach Engen. Alt-Bürgermeister Ferenc Bagó wurde mit der Bürgerehrung ausgezeichnet.

Für die Delegation aus Ungarn gestalteten wir einen Ausflugstag zur
Donauquelle und in den Schwarzwald. Mit dabei waren aus Kiskúnfélegyhàza auch der Schulleiter und die Deutschlehrerin. Die Erzabtei Martinsberg als Schulträger hatte uns um Unterstützung einer Schulbegegnung auf Berufschulebene gebeten; mit demBerufsschulzentrum Stockach gab es erste Kontakte, die kurz danach durch das Virus eingeschränkt wurden.

Im Mai kam die traurige Nachricht vom Lebensende des Pannonhalmer Gründungs - Bürgermeisters der Städtepartnerschaft. Endre Horváth hatte kurz zuvor seinem 82. Geburtstag gefeiert, unsere Gratulation hatte ihm noch Freude gemacht.

Vor den Beschränkungen konnte die Schulgruppe der Realschule im Anne-Frank-Schulverbund noch zur Begegnung nach Trilport fahren, danach war ein Gegenbesuch in Engen dieses Jahr nicht mehr möglich. Die vorgesehenen Schulbegegnungen mit Pannonhalma und Moneglia waren vorbereitet, mussten aber abgesagt werden.

Unsere drei Partnerstädte waren und sind von der Infektionslage relativ "milde" betroffen, auch wenn in Trilport das Lebensende der partnerschaftsengagierten ehemaligen Leiterin des "Centre des loisirs" Mme. Raymonde Rabeau zu beklagen ist.
Für den 5. Oktober war die 20-Jahr-Feier der Partnerschaft Engen - Trilport geplant,
als "Ersatz im kleinen Rahmen" sollte ein Europa-Treffen der vier Bürgermeister und Partnerschaftsbeauftragten stattfinden. Übrig blieb ein Video-Telefonat zwischen den Bürgermeistern Moser und Morer. Die Feier zum zwanzigjährigen Bestehen der Partnerschaft mit Trilport soll nun im Oktober 2021 in Engen nachgeholt werden.

Der Ausflug der FFW Anselfingen nach Moneglia und zur Berufsfeuerwehr in Chiavari wurde
auf 2021 in den Tagen zu Christi Himmelfahrt verschoben.
Für die internationalen Klimagespräche in Pannonhalma, die am Wochenende nach dem
1. Mai stattfinden sollten, könnte ein neuer Termin im Herbst 2021 gefunden werden.

Im Zeitfenster zwischen den beiden Einschränkungen war es zu unser aller Freudemöglich, die Bitte von Feuerwehrverein und Bürgermeister aus Pannonhalma in die Tat umzusetzen und von der Feuerwehr in Engen ausgemusterte Geräte für die Rettung bei Verkehrsunfällen nach Pannonhalma zu bringen.

Der Einladung von Bürgermeister Gábor Vas an die "Nachbarn in Europa aus Engen" zum Sankt - König - Stefan - Nationalfeiertag am 20. August folgte eine kleine Delegation von uns. Es gab einen ungarisch-slowakischen "Strudel-Backkurs" zur Einweihung des neuen Backhauses.
Das neue Tourismuszentrum PORTA in Pannonhalma, auch vorläufige Endstation eines
Radweges aus Györ, konnte wegen der Verzögerungen der Arbeiten durch das Virus noch nicht eingeweiht werden. Im Hof haben wir aber mit Erde aus Engen und aus Pannonhalmas slowakischer Partnerstadt Alsoszeli schon ein Baum gepflanzt.

Bitte unterstützen Sie uns weiterhin, wir brauchen ein bleibend deutliches Zeichen gegen das um sich greifende "Wir/Ich zuerst" und "die EU in Brüssel ist nur hinderlich"

Die Ausdrucksweise in den Auseinandersetzungen von "res polis" (Sache des Volkes)
werden mancherorts immer ungepflegter. Setzten wir uns bitte für einen bleibend fairen Umgang miteinander ein, auch wenn Meinungen immer unterschiedlich bleiben werden.

Zwei bemerkenswerte Zitate:

"Damit fängt es an. Wenn die Menschen keine Angst mehr haben etwas Falsches zu sagen,
dann haben sie auch bald keine Angst mehr Unrechtes zu tun". (Theodor Haecker)

"Geld und Machtgier lassen mit wachsendem wirtschaftlichen Erfolg und Reichtum nicht nach, sondern verstärken sich oft bis zur Perversion" (Fritz Leutweiler, früherer Präsident der Nationalbank)

Manchem egozentrischen Gebaren Einzelner steht die Wirklichkeit eines überwiegend kooperativen und effektiven Europa gegenüber, besonders auf der Ebene der Bürger.

Demnächst werden wir die
Mitglieder-Beiträge von Ihren Konten abbuchen, dies wird wohl auch nach dem Zusammenschluss der Volksbanken Schwarzwald - Baar - Hegau mit der Volksbank Ortenau reibungslos und unbürokratisch funktionieren.

Den guten, jahrelang vertrauensvollen Kontakten, Bekanntschaften und Freundschaften
fehlen die persönlichen Begegnungsmöglichkeiten. Klassische Briefpost, ePost und regelmäßige Telefongespräche mit den Menschen in Pannonhalma, Trilport und Moneglia sind dafür zwar ein schwacher Notbehelf, aber stark genug, um nach den Beschränkungen das Wiedersehen zu feiern.

Herzliche Grüße verbunden mit den besten Wünschen für Advents- und Weihnachtszeitund ein gutes, weiterhin friedliches und unbeschwertes 2021

Ulrich Scheller



 
 

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