Nachbarn in Europa e.V.
  Aktivitäten 2022
 
Márton Maár - Marci bacsi - hat seine Augen am für immer geschlossen.

So formulierte Elisabeth Szanati die traurige Nachricht


Sein Lebensende kam sehr unerwartet am Abend des 15.März 2022.

 Noch am Samstagmorgen vor der Rückreise von der Fahrt mit den Hilfsgütern  für die aus dem Krieg in der Ukraine vertriebenen Menschen waren Elisabeth und ich bei Marci bacsi zum Frühstück (mit selbst gemachtem Speck und Würsten) eingeladen und haben dabei auch über einen Ausflug zu seinem baldigen 90. Geburtstag gesprochen.

 


Seit den ersten Tagen der Städtepartnerschaft war der markante, stets hilfsbereite und
liebenwürdige Ungar dabei als Gastgeber, Mitwirkender an den Festen auch der Weinbruderschaft, als kompetenter Koch von Pörkölt bei Schulbegegnungen oder Vereinsbesuchen. Nach der Übergabe des Tanklöschfahrzeuges und der Ernennung von Bürgermeister Johannes Moser zum Ehrenbürger hat er als "Chefkoch des Freundeskreises den Kesselgulasch für die Delegation aus Engen mit uns "Nachbarn in Europa" und den Kameraden der Feuerwehren beider Partnerstädte zubereitet und mit uns gefeiert.




Auch der Pannonhalmer Engen-Freundeskreis "barati-kör", der in Anlehnung an unseren Partnerschaftsverein "Nachbarn in Europa" gegründet wurde, verliert ein profiliertes Mitglied, die Städtepartnerschaft einen gebildeten, fleißigen Unterstützer und guten Menschen, der fest in unserer Erinnerung bleiben wird.


In der Weihnachtskrippe der Basilika der Erzabtei "lebt er weiter" als Hirtenfigur mit seinem typischen Schurrbart.

 

 

Ulrich Scheller





Spontan erweitert um schnell zu helfen

Eigentlich war nur vorgesehen, dass Engens Partnerschaftsbeauftragter Ulrich Scheller anfangs März in Pannonhalma Gespräche führen sollte zur Vorbereitung der 25-Jahr-Feier Engen-Pannonhalma anno 2023.

Der völlig unerwartete Überfall auf die Ukraine hat diesen Auftrag der Stadt Engen jetzt erweitert.

Mitglieder des Partnerschaftsvereins "Nachbarn in Europa"
haben spontan Geldspenden gemacht, die direkt an die "Caritas" der Gebiets-Diözese Pannonhalma übergeben werden und im ungarisch-ukrainischen Grenzgebiet ankommen werden.

In den besonders armen Gebieten in Ostungarn betreut die Erzabtei Pannonhalma mehrere Dekanate und hat auch deshalb gute Verbindungs-Wege für direkte Hilfen.

Auch viele Sachspenden für die Vertriebenen kamen spontan bei den "Nachbarn in Europa" zusammen: warme Kinder- und Frauenkleider, Windeln und Hygieneartikel werden morgen im bis an die Decke geladenen PKW und dem ebenso voll gepackten Anhänger von Ulrich Scheller nach Pannonhalma gebracht.







Noch verdecken keine Blätter den Blick zur Erzabtei Martinsberg
von der Engen-Straße in Pannonhalma; unbegreiflich der Unterscheid
zwischen friedlichem Frühlingsmorgen und Krieg nur 500 km östlich!
 
 






 

Benediktinerpater Pál und seine Mitarbeiterinnen der örtlichen Caritas freuen sich über die mitgebrachten Hilfsgüter; er macht auch Nachtdienst mit "erster Hilfe" bei der Ankunft der Vertriebenen an der ungarsichen Grenze zur Ukraine; wir sind froh über "guten Draht zu direkter Hilfe"









 
 

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